Carrera D124 Mercedes W 125, 'No.35', AVUS 1937

Carrera D124 Mercedes W 125, 'No.35', AVUS 1937

Silberpfeil-Wiederauflage mit Fahrspass!
Testbericht von CoMod martinmm zum Carrera DIGITAL 124 Mercedes-Benz W 125 'No.35', AVUS 1937 (23751)

Mit dem Mercedes Benz W125 Stromlinie bringt Carrera nicht nur eine Neuauflage des Exclusiv-Fahrzeuges von 1999, sondern gleichzeitig eine 'Variante'. Zumindest was die Startnummer betrifft.

Der 1937 von Rolf Uhlenhaut konstruierte Grand Prix-Rennwagen W125 trat mit dem Fahrer Rudolf Caracciola am 30. Mai 1937 beim VI. Internationalen AVUS Rennen mit aerodynamischer Vollverkleidung an. Ebenfalls beteiligt war der Auto Union Typ C der Auto Union AG mit der Startnummer 33, acuh mit Vollverkleidung. Die Stromlinienfahrzeuge erreichten auf der Geraden Geschwindigkeiten bis zu 380 km/h. Rudolf Caracciola gelang mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 250,33 km/h der Sieg. Bernd Rosemeyer fuhr mit seinem Auto Union die bis dahin schnellste Durchschnittsgeschwindigkeit einer Runde.
Dies war 37 Jahre lang die schnellste Rennrunde welche mit einem Grand Prix-Wagen gefahren wurde.

Bis auf minimale Karosserieänderungen und neuen Speichenfelgen ist das Fahrzeug von Carrera identisch mit dem 1999 erschienen W125 #36.

Technik:
Das Fahrzeug ist mit der neuesten D124-Chassisgeneration ausgestattet. Die auffälligsten Merkmale sind die nun innenliegenden Magnete. Diese sind, wie auch bei den aktuellen D132/Evolution-Modelle nur durch Abschrauben der Karosserie zugänglich.

Dazu muss der Motorhalter gelöst und der Motorblock entnommen werden. Dann können der Mittel- und der Heckmagnet entfernt werden. Der Mittelmagnet ist wie bisher dreiteilig ausgeführt. Die Vorderachse ist nun nicht mehr pendelnd, sondern fest gelagert. Das gibt dem Fahrzeug im Originalzustand mehr Stabilität in den Kurven.

Optik:
Ich bin davon überzeugt, dass auch Nicht-Fans von diesen alten Fahrzeugen Gefallen an ihnen finden werden. Optisch sind sie wirklich ein Hingucker – vor allem wenn man die Radabdeckungen abnimmt und die sehr filigranen Speichenfelgen zurm Vorschein kommen.

Fahrbetrieb:
Im Originalzustand mit voller Magnetbestückung fahren sie wie üblich wie auf Schienen. Spielraum zwischen schneller Kurvenfahrt am Limit und Abflug gibt es kaum. Ohne Magnetbestückung: da zeigen die schmalen und zudem profilierten Hinterräder schnell die Grenzen der Bodenhaftung auf. Durch das Rillenprofil verkleinert sich die Auflagefläche nochmals um 50% - man fährt dann quasi mit Fahrradreifen. Das funktioniert nicht.
Die Reifen sollte man zumindest soweit runterschleifen dass das Profil verschwunden ist. Dann ist es schon etwas besser.

Die besten Fahreigenschaften habe ich mit den beiden äusseren Mittelmagneten und 10g Zusatzgewicht in der Chassismitte erfahren. Der Grip ist ausreichend hoch, in den Kurven benötigt man dennoch Gefühl im Daumen, ohne dass das Fahrzeug nur in der Gegend rumrutscht. Beschleunigung und Bremswirkung sind sehr gut. Auch auf großen Bahnen.
Aussenrandstreifen sind in den Kurven unabkömmlich. Und dann macht es auch richtig Spaß!

Mängel gabs beim Testfahrzeug insofern, dass nicht alle vier Räder auf der Richtplatte aufstanden. Die Ursache dafür war eine nicht komplett eingedrehte Gewindebuchse des Vorderachshalters. Nach der Korrektur passte es dann. Das hatte sich durch starkem Ausbrechen des Hecks beim Bremsen bemerkbar gemacht.

Man kann auf den Maserati gespannt sein!

CoMod Martinmm

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Testbericht von CoMod Mike... zum Carrera DIGITAL 124 Mercedes-Benz W 125 'No.35', AVUS 1937 (23715) 

1999 waren die Exclusiv Stromlinien in der Avus Grundpackung schon einmal ein Verkaufserfolg. Sie waren bislang im Slotcarsektor eher unbekannt und liesen durch ihre historisch-futuristische Aussenhaut auch die Käufer Ende des 20. Jahrhundert tief in die Tasche greifen! Die schöne Aussenhaut konnte den engagierten Slotcarfahrer damals leider nicht über das eher dürftige Fahrverhalten hinwegsehen lassen! Die damals noch zu lange Übersetzung in Verbindung mit der Elektronik Platine machte die Stromlinien
neben dem viel zu hoch liegenden Leitkiel zu recht mäsigen Rennern!

Zusätzlicher Magnet und später das Ändern der Übersetzung machten die wunderschönen Fahrzeuge besser in der Kurvenlage ohne, 2 Meter vorher vom Gas gehen zu müssen!
Das Unterlegen der Leitkiele mit Unterlagsscheiben war bei mir Standard bei diesen Fahrzeugen!

Die Ankündigung der Wiederauflage lies bei mir die Hoffnung aufkommen, dass
die neue Fahrwerksüberarbeitung dieses Avus Steilkurvenmonsters nur Vorteile
bringen wird! Und dann waren Sie da...

Raus aus der Verpackung und klasse sehen Sie aus!

Im Vergleich zu den alten Exclusiv sind dezente zusätzliche Farbakzente im Bereich der Ein- und Auslassbereiche an der Karosse zu sehen! Die Karosse musste im Grunde nur an den Schraubzapfen geändert werden und bekam die üblichen Gewindebuchsen. Das heisst Hurra: die alten Karossen können mit neuem Fahrwerk ausgestattet werden wenn man die alten Schrauben hier verwendet.

Der einzige Wermutstropfen sind die leicht orangen Startnummer der alten Version und die kräftig roten der Neuen. Aber so kann man das Starterfeld verdoppeln!

Jetzt aber zum Härte- und Vergleichstest auf der SG-Stern Holzbahn auf der die alten Exclusiv Renner fast unfahrbar waren.

Ganz normal ist natürlich das leichte Hoppeln, wie bei jeder Serienkunststoffelge. Trotzdem, ein recht ordentlicher Geradeauslauf. Der Kurvendrift verzeiht sehr viel durch
den neuen Leitkieldrehwinkel und, der überarbeitete Schwingarm mit Feder, sorgt für ausreichend Tiefe im Slot. Unbearbeitet fährt der Silberpfeil deutlich besser als seine alten Kollegen mit dem alten Schwingarm!

Mit angeschliffenen Reifen surrt der Wagen fast wie mit Alu Töpfchenfelgen! Ich bin jedenfalls begeistert! Wer dem Ganzen noch ein Krönchen aufsetzen mag, der kann hinten einen Hinterachshalter aus diversen Profi-Werkstätten einbauen und Kugellager einsetzen. Vorne durch die feststehende Achse kann ohne Nacharbeit ebenfalls ein 6mm Kugellager eingesetzt werden. Problem dürften allerdings die Töpfchenfelgen mit passendem Speichenräderlook sein und so werden die Reifenabdeckungen drauf bleiben müssen!

Aber auf der Carreraschiene ist dies alles nicht notwendig, denn mit leichtem Reifenschleifen hat man jede Menge Spass und kann auch die schön gewordenen
Speichenfelgen ohne Abdeckungen bewundern!

CoMod Mike...