Carrera Digital 132 Ford Capri Zakspeed Turbo "D&W Zakspeed Team"
Art.Nr. 30887
Heute geht es mal nicht um das Fahrzeug an sich, den neuen CARRERA Ford Capri Zakspeed D&W Nr.3 im Maßstab 132, sondern um den Hauptsponsor auf dem Rennwagen: D&W.
Die D&W Auto, Sport + Zubehör Handelsgesellschaft mbH & Co. KG wurde 1971 von Detlef Sokowicz und Werner Bauer, als Autozubehörshop gegründet.
Gerade meine Generation (1970+) kennt den berühmten D & W Katalog noch aus seiner Jugend. Mann ist 18, hat endlich den Führerschein und endlich sein erstes Auto. Meistens irgendeine billige Kiste, die oftmals gnadenlos untermotorisiert war. Klar gab es damals auch schon die Jungs die richtig in Leistung investiert haben, aber Fakt war doch einfach: für gut motorisierte Kisten hatten wir kein bis wenig Geld, zusätzlich kam noch eine Versicherungseinstufung die irgendwo bei 225 % anfing (glücklich konnte sich schätzen, wer einen niedrigprozentigen Vertrag von Papa, Opa oder einem anderen Verwandtschaft Mitglied übernommen hatte).
Und da kam D & W ins Spiel. Wenn die Kisten schon nicht schnell waren, dann mussten sie wenigstens schnell aussehen. Tief, Breit, Hart, Spoiler. Die Spoilerexzesse der achtziger Jahre sind Legende, zwischenzeitlich werden in der Oldtimerszene sogar wieder Fahrzeuge wie in der damaligen Zeit üblich Originalgetreu aufgebaut. D & W hat damals alles geliefert was die Kisten tiefer und breiter machte. Der Katalog hatte die Größe und Dicke des damaligen Telefonbuchs und wurde von Hand zu Hand gereicht. Sehr wichtig waren selbstverständlich die ersten Seiten mit den spärlich bekleideten Mädels, die Standard in jedem Katalog waren und entsprechend begutachtet wurden. ? Und die von D&W von hervorragenden Fotografen vor verspoilerten Autos in Szene gesetzt wurden. Die D&W-Girls waren Kult und Stars auf jeder Tuningmesse.
Die 80er und 90er war auch die Zeit in der D & W am meisten Geld verdient hat. Insofern war es fast selbstverständlich, dass die Firma irgendwann in den Motorsport als Sponsor mit einstieg. Und wer war dafür besser geeignet als die damals fast unschlagbaren Ford Capri. Ein BMW war damals noch kein Erstauto für einen Fahranfänger, dafür waren die Kisten gebraucht einfach zu teuer. „Mann“ fuhr Ford, Opel, VW, die Mutigen auch mal einen Alfa oder einen Fiat. Und D&W hatte für alles irgendwas im Angebot: Tieferlegungsfahrwerke, Spoilerpakete von KAMEI, ZENDER und so weiter. Felgen von Borbet, BBS, Sportlenkräder von Momo oder Raid. Sogar Sitzbezüge waren damals en vogue, manchmal musste auch ein einfacher Zierleistensatz reichen. D&W hatte alles im Angebot.
Ende der 90er ging das ganze Tuninggeschäft langsam aber kontinuierlich zurück, auch dadurch bedingt, dass das erste Auto immer exklusiver wurde und dass die Hersteller immer mehr ein Stück des Tuninggeschäftes selber an sich zogen (BMW: M-GmbH, Audi: S-Line, Mercedes: AMG-Modelle usw). Zudem kam das Internet auf. Pilgerfahrten zu den berühmten D&W-Tempeln waren out. Das Hauptgeschäft von D&W in Bochum war übrigens einer der Drehorte des 1991 entstandenen Spielfilms „Manta, Manta“ mit Til Schweiger, es gab weitere Filialen in Frankfurt am Main, Berlin und Bielefeld, etwa 50 D&W-Zentren und über 200 D&W-Verkaufspunkten am Standort Deutschland.
Die Folge davon war, dass die Firma 2009 Insolvenz anmelden mußte. D&W hat überlebt, die Firma existiert heute noch. Aber den Nimbus wie in den 80er und 90er-Jahren hat die Firma nicht mehr erreicht.
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Art.Nr. 30887
Heute geht es mal nicht um das Fahrzeug an sich, den neuen CARRERA Ford Capri Zakspeed D&W Nr.3 im Maßstab 132, sondern um den Hauptsponsor auf dem Rennwagen: D&W.
Die D&W Auto, Sport + Zubehör Handelsgesellschaft mbH & Co. KG wurde 1971 von Detlef Sokowicz und Werner Bauer, als Autozubehörshop gegründet.
Gerade meine Generation (1970+) kennt den berühmten D & W Katalog noch aus seiner Jugend. Mann ist 18, hat endlich den Führerschein und endlich sein erstes Auto. Meistens irgendeine billige Kiste, die oftmals gnadenlos untermotorisiert war. Klar gab es damals auch schon die Jungs die richtig in Leistung investiert haben, aber Fakt war doch einfach: für gut motorisierte Kisten hatten wir kein bis wenig Geld, zusätzlich kam noch eine Versicherungseinstufung die irgendwo bei 225 % anfing (glücklich konnte sich schätzen, wer einen niedrigprozentigen Vertrag von Papa, Opa oder einem anderen Verwandtschaft Mitglied übernommen hatte).
Und da kam D & W ins Spiel. Wenn die Kisten schon nicht schnell waren, dann mussten sie wenigstens schnell aussehen. Tief, Breit, Hart, Spoiler. Die Spoilerexzesse der achtziger Jahre sind Legende, zwischenzeitlich werden in der Oldtimerszene sogar wieder Fahrzeuge wie in der damaligen Zeit üblich Originalgetreu aufgebaut. D & W hat damals alles geliefert was die Kisten tiefer und breiter machte. Der Katalog hatte die Größe und Dicke des damaligen Telefonbuchs und wurde von Hand zu Hand gereicht. Sehr wichtig waren selbstverständlich die ersten Seiten mit den spärlich bekleideten Mädels, die Standard in jedem Katalog waren und entsprechend begutachtet wurden. ? Und die von D&W von hervorragenden Fotografen vor verspoilerten Autos in Szene gesetzt wurden. Die D&W-Girls waren Kult und Stars auf jeder Tuningmesse.
Die 80er und 90er war auch die Zeit in der D & W am meisten Geld verdient hat. Insofern war es fast selbstverständlich, dass die Firma irgendwann in den Motorsport als Sponsor mit einstieg. Und wer war dafür besser geeignet als die damals fast unschlagbaren Ford Capri. Ein BMW war damals noch kein Erstauto für einen Fahranfänger, dafür waren die Kisten gebraucht einfach zu teuer. „Mann“ fuhr Ford, Opel, VW, die Mutigen auch mal einen Alfa oder einen Fiat. Und D&W hatte für alles irgendwas im Angebot: Tieferlegungsfahrwerke, Spoilerpakete von KAMEI, ZENDER und so weiter. Felgen von Borbet, BBS, Sportlenkräder von Momo oder Raid. Sogar Sitzbezüge waren damals en vogue, manchmal musste auch ein einfacher Zierleistensatz reichen. D&W hatte alles im Angebot.
Ende der 90er ging das ganze Tuninggeschäft langsam aber kontinuierlich zurück, auch dadurch bedingt, dass das erste Auto immer exklusiver wurde und dass die Hersteller immer mehr ein Stück des Tuninggeschäftes selber an sich zogen (BMW: M-GmbH, Audi: S-Line, Mercedes: AMG-Modelle usw). Zudem kam das Internet auf. Pilgerfahrten zu den berühmten D&W-Tempeln waren out. Das Hauptgeschäft von D&W in Bochum war übrigens einer der Drehorte des 1991 entstandenen Spielfilms „Manta, Manta“ mit Til Schweiger, es gab weitere Filialen in Frankfurt am Main, Berlin und Bielefeld, etwa 50 D&W-Zentren und über 200 D&W-Verkaufspunkten am Standort Deutschland.
Die Folge davon war, dass die Firma 2009 Insolvenz anmelden mußte. D&W hat überlebt, die Firma existiert heute noch. Aber den Nimbus wie in den 80er und 90er-Jahren hat die Firma nicht mehr erreicht.
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