Carrera DIGITAL 132 Porsche 917 K 'Porsche Salzburg No. 23'
Art. Nr.: 30833
Der Weg zum ersten Le Mans Sieg
Wir schreiben das Jahr 1970. Dieses Jahr war für Porsche eines der bedeutendsten Jahre seiner Motorsportgeschichte. 1970 gewann Porsche das erste Mal das legendäre 24 Stunden Rennen von Le Mans.
Das Gewinner-Fahrzeug steht hier als aktuelles Modell im Maßstab 1:32 vor mir:
Der berühmte rote Porsche 917K mit den weißen Streifen. Die legendäre Lackierung des Porsche Team Salzburg. Fahrer: Hans Hermann und Richard Attwood.
(der Wagen steht heute übrigens im Porsche Museum in Zuffenhausen)
Le Mans: Der Weg dahin war weit.
In den sechziger Jahren dominierten vor allem Ford und Ferrari das legendäre Rennen. Der Entwicklungsaufwand, den die beiden Werke betrieben, war für Porsche finanziell ein Problem. Grund war die Mindeststückzahl von 50 Fahrzeugen, die für eine Le Man’s Homologation produziert werden musste. Erst als 1969 die Mindeststückzahl auf 25 Exemplare gesenkt wurde, stieg Porsche in den Wettkampf mit ein. Da die Entwicklung eines Serienrennwagens sehr kostspielig war, sank durch die Reduzierung der Stückzahl für Porsche das finanzielle Risiko, auf einer größeren Anzahl von Fahrzeugen sitzen zu bleiben, sollte der sportliche Erfolg ausbleiben. Entwicklungsleiter Ferdinand Piech nannte den Wagen später „das riskanteste Auto seines Lebens“.
Die technischen Daten, Motorleistung, PS, Rahmen und so weiter, über all das finden sich hervorragende Informationen im Internet. Sehr zu empfehlen ist der Wikipedia-Eintrag zum Porsche 917 und seiner Geschichte.
Da ich das Ganze nicht wiederholen will (oder Umschreiben, wie von Guttenberg sagen würde...), hier ein paar weniger bekannte Infos über den 917 und Porsches Le Mans Engagement:
Beispiel: schon im Jahr 1969 mietete Porsche einen IBM 360\40-Computer um mit relevanten Daten (Kurvenradien, Streckenlänge, Steigung, Getriebeabstufungen und so weiter) eine so genannte „Computer-Rundenzeit“ zu errechnen. Der IBM System 360 war einer der erfolgreichsten Großrechner seiner Zeit.
Sämtliche Erfahrungen der Porscherennabteilung der vorangangenen Jahre im Bereich Leichtbau wurden im 917K konsequent umgesetzt. Die Kohlefaserkarosserie hatte nur eine Dicke von 1,2 mm, war mit Rohren verstärkt, weswegen das gesamte Chassis aus Aluminiumrohr angefertigt wurde. Später wurden dann sogar Magnesium-Gitterrohrrahmen eingesetzt.
Die Schweißnähte des Gitterrohrrahmen lies Piëch übrigens dadurch testen, dass er ein Ventil am Heck des Gitterrohrrahmens einbauen ließ, 4 bar Luft einpresste und am Ende der Testfahrten kontrollierte, ob der Druck nachgelassen hatte.
Beim 600 PS V12 Motor kamen erstmals im Motorsport Nikasillaufbuchsen zum Einsatz. Die Pleuel waren aus Titan gefertigt, ebenfalls ein Novum im Rennmotorenbau. Und obwohl man eigentlich erwarten könnte, dass bei einer so komplett neu entwickelten Konstruktion mit teilweise unerprobten Materialien Probleme auftreten könnten, war einer der größten Vorteile des Porsche 917 die berühmte Standfestigkeit seiner Motoren.
Einer der Fahrer, Hans Hermann, beendete nach dem Rennen im Le Mans seine Rennsportkarriere. Grund: er hatte seiner Frau versprochen, nach einem Le Mans-Sieg mit dem Rennfahren aufzuhören.
Sollte übrigens jemand Interesse haben, einen Porsche 917 im Straßenverkehr bewegen zu wollen, gibt es eine Möglichkeit:
Der einzige Porsche 917 mit offizieller Straßenzulassung (Chassis Nummer 917 – 037) befindet sich im Besitz des Monegassen Claudia Roddaro, der den Wagen ab und zu in Monaco ausführt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der junge Sammler sich von seinem Porsche trennt, ist zwar gering, aber man weiß ja nie. Einen achtstelligen Millionenbetrag sollte man aber mitbringen. Steve McQueens GULF-917 wurde 2017 für 14 Millionen Dollar versteigert. Der hat aber keine Straßenzulassung…
CoMod Alex
Art. Nr.: 30833
Der Weg zum ersten Le Mans Sieg
Wir schreiben das Jahr 1970. Dieses Jahr war für Porsche eines der bedeutendsten Jahre seiner Motorsportgeschichte. 1970 gewann Porsche das erste Mal das legendäre 24 Stunden Rennen von Le Mans.
Das Gewinner-Fahrzeug steht hier als aktuelles Modell im Maßstab 1:32 vor mir:
Der berühmte rote Porsche 917K mit den weißen Streifen. Die legendäre Lackierung des Porsche Team Salzburg. Fahrer: Hans Hermann und Richard Attwood.
(der Wagen steht heute übrigens im Porsche Museum in Zuffenhausen)
Le Mans: Der Weg dahin war weit.
In den sechziger Jahren dominierten vor allem Ford und Ferrari das legendäre Rennen. Der Entwicklungsaufwand, den die beiden Werke betrieben, war für Porsche finanziell ein Problem. Grund war die Mindeststückzahl von 50 Fahrzeugen, die für eine Le Man’s Homologation produziert werden musste. Erst als 1969 die Mindeststückzahl auf 25 Exemplare gesenkt wurde, stieg Porsche in den Wettkampf mit ein. Da die Entwicklung eines Serienrennwagens sehr kostspielig war, sank durch die Reduzierung der Stückzahl für Porsche das finanzielle Risiko, auf einer größeren Anzahl von Fahrzeugen sitzen zu bleiben, sollte der sportliche Erfolg ausbleiben. Entwicklungsleiter Ferdinand Piech nannte den Wagen später „das riskanteste Auto seines Lebens“.
Die technischen Daten, Motorleistung, PS, Rahmen und so weiter, über all das finden sich hervorragende Informationen im Internet. Sehr zu empfehlen ist der Wikipedia-Eintrag zum Porsche 917 und seiner Geschichte.
Da ich das Ganze nicht wiederholen will (oder Umschreiben, wie von Guttenberg sagen würde...), hier ein paar weniger bekannte Infos über den 917 und Porsches Le Mans Engagement:
Beispiel: schon im Jahr 1969 mietete Porsche einen IBM 360\40-Computer um mit relevanten Daten (Kurvenradien, Streckenlänge, Steigung, Getriebeabstufungen und so weiter) eine so genannte „Computer-Rundenzeit“ zu errechnen. Der IBM System 360 war einer der erfolgreichsten Großrechner seiner Zeit.
Sämtliche Erfahrungen der Porscherennabteilung der vorangangenen Jahre im Bereich Leichtbau wurden im 917K konsequent umgesetzt. Die Kohlefaserkarosserie hatte nur eine Dicke von 1,2 mm, war mit Rohren verstärkt, weswegen das gesamte Chassis aus Aluminiumrohr angefertigt wurde. Später wurden dann sogar Magnesium-Gitterrohrrahmen eingesetzt.
Die Schweißnähte des Gitterrohrrahmen lies Piëch übrigens dadurch testen, dass er ein Ventil am Heck des Gitterrohrrahmens einbauen ließ, 4 bar Luft einpresste und am Ende der Testfahrten kontrollierte, ob der Druck nachgelassen hatte.
Beim 600 PS V12 Motor kamen erstmals im Motorsport Nikasillaufbuchsen zum Einsatz. Die Pleuel waren aus Titan gefertigt, ebenfalls ein Novum im Rennmotorenbau. Und obwohl man eigentlich erwarten könnte, dass bei einer so komplett neu entwickelten Konstruktion mit teilweise unerprobten Materialien Probleme auftreten könnten, war einer der größten Vorteile des Porsche 917 die berühmte Standfestigkeit seiner Motoren.
Einer der Fahrer, Hans Hermann, beendete nach dem Rennen im Le Mans seine Rennsportkarriere. Grund: er hatte seiner Frau versprochen, nach einem Le Mans-Sieg mit dem Rennfahren aufzuhören.
Sollte übrigens jemand Interesse haben, einen Porsche 917 im Straßenverkehr bewegen zu wollen, gibt es eine Möglichkeit:
Der einzige Porsche 917 mit offizieller Straßenzulassung (Chassis Nummer 917 – 037) befindet sich im Besitz des Monegassen Claudia Roddaro, der den Wagen ab und zu in Monaco ausführt.
Die Wahrscheinlichkeit, dass der junge Sammler sich von seinem Porsche trennt, ist zwar gering, aber man weiß ja nie. Einen achtstelligen Millionenbetrag sollte man aber mitbringen. Steve McQueens GULF-917 wurde 2017 für 14 Millionen Dollar versteigert. Der hat aber keine Straßenzulassung…
CoMod Alex