Carrera D124 Ferrari 599XX

Carrera D124 Ferrari 599XX

Die beiden Supersportler in 1:24!
Testbericht von CoMod Long zum Carrera DIGITAL 124/ DIGITAL 132 Ferrari 599XX 'As seen at Geneva Motorshow 2009' (23756/30532)

Der beim Genfer Auto-Salon 2009 vorgestellte 599XX ist eine Rennversion des 599 GTB. Der Wagen leistet 537 kW (730 PS) bei 9000/min und ist durch die Verwendung von Karosserieteilen aus CFK, speziellen Legierungen im Motorblock und eine Keramikbremsanlage gewichtsreduziert. Ein neues Schaltsetup des Getriebes ermöglicht Gangwechsel in Zeiten bis zu 60ms. Die Karosserie und der Unterboden sind aerodynamisch optimiert, sodass ein Anpressdruck von 280 kg bei 200 km/h und 630 kg bei 300 km/h entwickelt wird. Ferner fährt der Wagen auf 29/67-R19-Vorder- und einer 31/71-R19-Hinterradbereifung auf 19×11J-Felgen vorne und 19×12J hinten.

Der Ferrari 599XX besitzt im Kofferraum ein neuartiges System, Active flow genannt. Dabei handelt es sich um Ventilatoren, die einen Teil der Luft, die unter dem Fahrzeug fließt, noch vor dem Erreichen des Diffusors absaugen. Dabei wird jedoch nur der kleine Teil des Luftstromes, der sich kurz vor dem Abreißlimit befindet, durch eine poröse Schicht hindurch angesaugt. Weil dadurch Luftturbulenzen verhindert werden, kann die Diffusorschräge nun mehr als die sonst üblichen 7° betragen, ohne dass der Luftstrom abreißt, so dass ein größerer Anpressdruck bei gleichem Luftwiderstand erzeugt wird. Die angesaugte Luft wird durch die Rücklicht-Attrappen abgeführt. Um Turbulenzen beim Ausströmen zu verringern, wird der Luftstrom von piezo-gesteuerten Membranen auf eine Schwingung von 800 Hz gebracht, was sich positiv auf den cw-Wert auswirkt.

Der Preis des Fahrzeugs beträgt über eine Million Dollar und die Kleinserie ist auf 30 Exemplare begrenzt, welche an ausgewählte Kunden abgegeben werden.
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Ferrari_599)

Aber kommen wir zum Modell, das Design ist uns bereits vom kleinen Bruder bekannt, somit nicht wirklich etwas Neues. Jedoch muss man sagen, dass in 124 der Ferrari doch ein wenig anders rüberkommt, viel aggressiver, spritziger und kraftvoller. Das rote Kleid mit dem Carbon steht ihm wirklich gut.

Auf alle unnötigen Verschnörkelungen am Chassis wurde verzichtet, was wir bereits vom GT3 her kennen. Jedoch haben wir es hier wieder mit einem echten Dickschiff zu tun. Das Chassis schlägt mit 173g und der Deckel nochmals mit 65g zu Buche, somit kommen wir auf eine Gesamtgewicht von ca. 238g, ähnlich wie beim DBR9.  Auch beim Ferrari ist die Achse wieder sauber gelagert, wie das auch sein soll. Das Licht ist ebenfalls ausreichend und scheint nicht aus den Radkästen.

Der Ferrari 599XX hat nun von den modernen Sportwagen den längsten Radstand, was eigentlich für tolle Fahreigenschaften sorgen sollte. Jedoch durch das ziemlich hohe Fahrzeuggewicht kommt der Supersportler ein wenig träge, behäbig daher.

Ich persönlich finde, der 599XX passt nicht wirklich zu den GTs. Fahrtechnisch hat er hier das Nachsehen. Daher glaube ich, am Wohlsten wird sich der 599XX unter Seinesgleichen fühlen. Hier herrscht dann Chancengleichheit und man kämpft in einer Klasse.

CoMod Long

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Testbericht von CoMod JoergW zum Carrera DIGITAL 124/ DIGITAL 132 Ferrari 599XX 'Homestead 2010' (23757/30533)

Wie ja schon bereits ausführlich bei dem Bericht zum 1:32-Modell geschildert, hat Ferrari mit der XX-Version einen Rennboliden auf Serienbasis hergestellt. Statt vieler Worte hier eine Einladung zur Mitfahrt bei der Rekordrunde auf dem Nürburgring: Unter sieben Minuten durch die grüne Hölle!

Und für alle, die die 1:1 Variante bevorzugen, hier noch eine Quelle, wo man den Ferrari 599xx als Gebrauchtfahrzeug mit nur 1500 km Laufleistung für knapp über 1,3 Millionen Euro erwerben kann: http://www.pkwradar.de

Das Fahrzeug wirkt im Maßstab 1:24 proportional deutlich kraftvoller und wuchtiger als in 1:32, ein richtiger Bolide. Die ursprüngliche Form kommt gut rüber, das Modell ist sehr ansprechend auf Maßstab gebracht worden. Rot und blau sind als Grundfarbe okay. Vor allem den Metalliceffekt des blauen Ferrari empfinde ich als sehr real und keinesfalls 'spielzeughaft'.

Der Leitkiel des neuen Schwingarms dreht sauber und weit genug. Da das Fahrzeug mit 240 Gramm leider nicht gerade leicht ist, hätte der alte Schwenkbereich spätestens hier seine Bruchgrenze erreicht. Ist schon fast ein halbes Pfund was dann in Kurven seine Masse auf den Leitkielbereich schiebt. Fahrerisch ist das Fahrzeug problemlos, kein Sprinter aber ein sicherer Langstreckenkandidat.

Das Licht ist in Ordnung. Sehr hell vorne, scheint aber nicht durch, dürfte sich somit auch für Nachtfahrten á la 24-h-Rennen eignen. Fahrzeug passt als Pendant optisch zwar zu anderen GT-Fahrzeugen 1:24, dürfte aber wegen seines hohen Gewichts leichte Nachteile haben. Es ist wie fast immer: am besten fahren immer noch Fahrzeuge gleichen Typs gegeneinander. Vielleicht bekommen wir ja noch 1-2 Farben … gelb sieht man auf der Bahn ja immer gut ;-)

CoMod joergW