Carrera D132/Evo Chevrolet Corvette C6R...

Carrera D132/Evo Chevrolet Corvette C6R...

...Luc Alphand Aventures 'No.72', Le Mans 2010
Testbericht von CoMod Carrera124 zum Carrera DIGITAL 132 und Evolution Chevrolet Corvette C6R Luc Alphand Aventures 'No.72', Le Mans 2010 (30580/27373)

Technische Daten:

Gewicht (Komplettfahrzeug mit Magnete): 100 Gramm
Gewicht (Karosserie): 30 Gramm
Länge inkl. Spoiler: 145 mm
Radstand: 84 mm
Spurbreite (Vorderachse): 57 mm
Spurbreite (Hinterachse): 60 mm

Karosserie:
Die Corvette C6R ist ein echter Dauerbrenner, sowohl im realen Rennsport, als auch bei Carrera, gehört sie seit Jahren mit dazu. Im Maßstab 1:32 findet man sie seit dem Jahr 2006 im Sortiment. Die neueste Designvariante kommt in Gestalt der Version des französischen Rennstalls 'Luc Alphand Aventures', wie sie bei den 24 Stunden von Le Mans im Jahr 2010 am Start war. Die farbliche Gestaltung fällt überwiegend schwarz-weiß aus, selbst die Felgen sind schwarz. Schriftzüge und Bedruckungen sind akkurat aufgebracht, und grüngelb getönte Frontscheinwerfer bieten einen reizvollen Kontrast. All das fügt sich zu einem optischen Leckerbissen zusammen.

Fahrwerk:
Die eigentliche Neuheit findet man unter der Karosserie: ein völlig neu konstruiertes Fahrwerk der aktuellen Generation, welches die bisherigen Fahrwerke der Corvette C6R (Schiebemagnet-Chassis bei den analogen Versionen, und Pro-X Chassis bei den digitalen Versionen) ablöst. Im Vorderwagen hat der Platz für eine starre Vorderachse ausgereicht, und das Gesamtgewicht beträgt ziemlich exakt 100 Gramm.

Fahrtest:
Bereits mit den älteren Fahrwerken waren die Fahrleistungen der Corvette ziemlich gut. Die Erwartungen an die neue Konstruktion sind also hoch. Mit voller Magnetbestückung ist das Fahrverhalten recht unspektakulär: hohe Kurvengeschwindigkeiten stehen einem äußerst kleinen Grenzbereich gegenüber. Fahrfehler sind kaum korrigierbar, müssen aufgrund des breiten und flachen Karosseriekörpers aber schon grob vorsätzlich provoziert werden.

Ohne Heckmagnet verbessert sich das Fahrverhalten spürbar: die erzielbaren Kurvengeschwindigkeiten werden geringer. im Gegenzug gewinnt man einen breiten Grenzbereich, der übermütig angegangene Kurven verzeiht. Für den Digitalbetrieb gefällt mir dieses Setup ideal. Als geeignetes Gegnerfahrzeug kommt am ehesten noch der Audi R8 LMS in Betracht. Beide Fahrzeugtypen erzielten auf meiner Testbahn ähnliche Rundenzeiten, wobei die Corvette subjektiv etwas besser liegt. Für den Betrieb ohne Magnete bietet das Fahrwerk ebenfalls gute Voraussetzungen, denn in den Seitenkästen ist ausreichend Platz für Trimmgewichte vorhanden. Ob man es dann bei angeschliffenen Originalreifen belässt, oder auf andere Hersteller, wie Ortmann, zurückgreift, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Fazit:
Eine gelungene Wiedergeburt, sowohl optisch, als auch technisch, passt die Corvette sehr gut zu den anderen aktuellen GT-Rennwagen. Ich hoffe, dass neben der zweiten Designvariante in diesem Jahr, auch nächstes Jahr noch weitere Versionen folgen werden.

CoMod Carrera124