Testbericht von CoMod JoergW zum Carrera Evo/D132 Morgan Aeromax
(27293 u. 30470/30471)
Fast könnte man meinen einen Morgan der 70er Jahre vor sich zu haben, aber es ist der Traditionsfamilie jüngster Spross, der auf dem Genfer Automobilsalon 2005 die Öffentlichkeit erfreute. Das Modell sollte eigentlich ein Einzelstück bleiben, aber man produziert nun eine leicht abgewandeltes Fahrzeug in 100er Auflage. Die letzten Stücke sollen zum 100-jährigen Firmenjubiläum im Jahre 2009 ausgeliefert werden.
Optik:
Beide Fahrzeuge entsprechen dem realen Vorbild recht gut, die Proportionen sind gewahrt, auch wenn das Fahrzeug real größer zu sein scheint. Der Aeromax wirkt deutlich bulliger und gedrungener als der Plus-8, was den positiven Gesamteindruck aber nicht schmälert. Der Metalliceffekt der grünen Variante ist für meinen Geschmack etwas zu ausgeprägt. Das Highlight sind bei beiden Varianten eindeutig die liebevoll gestalteten Fahrerfiguren.
Technik:
Die Fahrzeuge haben einen angenehm niedrigen Schwerpunkt. In Verbindung mit dem neuen Chassis, hier insbesondere dem erweiterten Schwenkbereich des Leitkiels, sind gute bis sehr gute Fahreigenschaften zu erwarten. Die Einzelradaufhängung ermöglicht lang nachlaufende Fronträder, so dass hier keine bremsende Wirkung zu erwarten ist. Lieder ist auch bei diesem Morgan kein Licht verbaut, was insbesondere die Digitalfans vermissen werden, denn die Tankfunktion ist mit Licht deutlich leichter zu handhaben.
Verarbeitung:
Hier gibt es nur wenig zu kritisieren. Durch die Verklebung der zweiteiligen Felge können Unwuchten entstehen, die im Nachhinein nur schwer zu beheben sind.
Fahrverhalten:
Den positiven Effekten, wie dem niedrigen Schwerpunkt und dem verbesserten Leitkielbereich, stehen beim Aeromax eindeutig die Wahl der Reifen entgegen. Vorbildgerecht hat der Aeromax sehr dünne "Niederquerschnittsreifen". In Verbindung mit den Felgen ist nicht immer die volle Auflagefläche gegeben, somit ist insbesondere bei Fahrten ohne Magnet ausreichende Haftung der Reifen nicht garantiert. Die Reifen liegen vom Grundsatz her auf normalen Gripniveau, man könnte sie mit den Golfreifen vergleichen.
Fazit:
Das Fahrzeug ist sicherlich eine nette Abwechslung im Sortiment und lässt sich auf der Bahn sehr gut mit dem Morgan Plus8 kombinieren. Mehr als eine Hommage an das Firmenjubiläum mit Exotenstatus wird er auf Dauer nicht halten können. Bei Sammlern aerodynamisch geformter Karosserien sollte dieses Fahrzeug nicht fehlen.
CoMod JoergW
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Testbericht von CoMod Lotus zum Carrera Evo/D132 Morgan Aeromax
(27293 u. 30470/30471)
Der Brite mit dem bayerischen Herz!
Retrostyle ist in! Bestes Beispiel sind Neuinterpretationen bekannter/beliebter Klassiker wie des MINI von Rover/BMW oder des 500er von FIAT. Aber es gibt auch Autofirmen (wenn auch nur wenige), die so etwas nicht nötig haben, weil sie schon seit 70 Jahren ein und dasselbe Auto bauen und trotzdem nicht altbacken wirken. Bekanntester Vertreter dürfte die englische Autoschmiede Morgan sein, die dieses Jahr ihr einhundertstes Firmenjubiläum feiert. Und diese Marke hat unter anderem den Morgan 4/4 im Programm, der in nahezu unveränderter Form seit 1935 produziert wird. Um so größer war die Überraschung, als im Jahr 2005 auf dem Genfer Autosaloon eine Studie eines Fahrzeugs präsentiert wurde, das bei den Fans der Marke Begeisterungsstürme entfachte. Und da der durchschnittliche Morganfahrer eher konservativ ist, will das etwas heißen.
Der Aeromax basiert auf dem erst 2002 eingeführten Morgan Aero 8. Die Genfer Studie wurde für einen Freund der Familie Morgan gebaut, Prinz Eric Ioan Sturdza, den Inhaber der Banque Baring Brothers Sturdza SA. Das überwältigende Echo auf den Wagen bewog Morgan, den Wagen in einer Kleinserie von 100 Stück auf den Markt zu bringen.
Wie auch seine Vorfahren baut der Aeromax auf einen laminierten Eschenholzrahmen, die Karosserie ist aus Aluminium und handgefertigt. Der Wagen ist ein Coupé mit einem Fließheck, das in der Mittellinie eine auffallende Falzung ähnlich dem Bugatti Atalante hat, unter der geteilte Heckscheibe findet sich reichlich Stauraum. Herz des Wagen ist der 4,8 Liter messenden V8 Motor von BMW, der 367 PS leistet (bei einem Leergewicht von nur 1150 kg).
Wenn man sich diese Werte ansieht, hat CARRERA den AEROMAX sehr vorbildgetreu umgesetzt. Das Modell wiegt nämlich inklusive Magneten nur 84 Gramm und ist damit das leichteste Auto im EVOLUTION bzw DIGITAG 132-Sortiment. Damit fährt sich der Morgan sehr flott und leichtfüßig. Das neue Fahrwerk ist eine spürbare Verbesserung: die Einzelradaufhängung vorne erlaubt eine Platzierung des Leitkiels zwischen der Vorderachse, der Leitkiel selber ist sehr leichtgängig. Außerdem wirkt das neue Fahrwerk nicht mehr so "blockhaft" wie zB. beim Manta oder dem GTi.
Die Karosserie selber gibt es in british-racing-green oder in anthrazit, mir persönlich gefällt der Graue besser. Außerdem hat der Wagen noch ein besonderes Gimmick: Der Fahrer raucht Pfeife! Das Vorbild dafür soll ja in CARRERA-Kreisen kein Unbekannter sein.
Leider hat der Wagen kein Licht, aber das wird man verschmerzen können, mich stört mehr der fehlende Doppelauspuff. Wobei der den ersten Abflug wahrscheinlich nicht überlebt hätte, weswegen er auch am Modell nicht zu finden ist.
Fazit:
Ein wirklich nicht alltägliches Auto, das CARRERA da auf die Piste gebracht hat. Aber dafür umso interessanter!
CoMod Lotus
(27293 u. 30470/30471)
Fast könnte man meinen einen Morgan der 70er Jahre vor sich zu haben, aber es ist der Traditionsfamilie jüngster Spross, der auf dem Genfer Automobilsalon 2005 die Öffentlichkeit erfreute. Das Modell sollte eigentlich ein Einzelstück bleiben, aber man produziert nun eine leicht abgewandeltes Fahrzeug in 100er Auflage. Die letzten Stücke sollen zum 100-jährigen Firmenjubiläum im Jahre 2009 ausgeliefert werden.
Optik:
Beide Fahrzeuge entsprechen dem realen Vorbild recht gut, die Proportionen sind gewahrt, auch wenn das Fahrzeug real größer zu sein scheint. Der Aeromax wirkt deutlich bulliger und gedrungener als der Plus-8, was den positiven Gesamteindruck aber nicht schmälert. Der Metalliceffekt der grünen Variante ist für meinen Geschmack etwas zu ausgeprägt. Das Highlight sind bei beiden Varianten eindeutig die liebevoll gestalteten Fahrerfiguren.
Technik:
Die Fahrzeuge haben einen angenehm niedrigen Schwerpunkt. In Verbindung mit dem neuen Chassis, hier insbesondere dem erweiterten Schwenkbereich des Leitkiels, sind gute bis sehr gute Fahreigenschaften zu erwarten. Die Einzelradaufhängung ermöglicht lang nachlaufende Fronträder, so dass hier keine bremsende Wirkung zu erwarten ist. Lieder ist auch bei diesem Morgan kein Licht verbaut, was insbesondere die Digitalfans vermissen werden, denn die Tankfunktion ist mit Licht deutlich leichter zu handhaben.
Verarbeitung:
Hier gibt es nur wenig zu kritisieren. Durch die Verklebung der zweiteiligen Felge können Unwuchten entstehen, die im Nachhinein nur schwer zu beheben sind.
Fahrverhalten:
Den positiven Effekten, wie dem niedrigen Schwerpunkt und dem verbesserten Leitkielbereich, stehen beim Aeromax eindeutig die Wahl der Reifen entgegen. Vorbildgerecht hat der Aeromax sehr dünne "Niederquerschnittsreifen". In Verbindung mit den Felgen ist nicht immer die volle Auflagefläche gegeben, somit ist insbesondere bei Fahrten ohne Magnet ausreichende Haftung der Reifen nicht garantiert. Die Reifen liegen vom Grundsatz her auf normalen Gripniveau, man könnte sie mit den Golfreifen vergleichen.
Fazit:
Das Fahrzeug ist sicherlich eine nette Abwechslung im Sortiment und lässt sich auf der Bahn sehr gut mit dem Morgan Plus8 kombinieren. Mehr als eine Hommage an das Firmenjubiläum mit Exotenstatus wird er auf Dauer nicht halten können. Bei Sammlern aerodynamisch geformter Karosserien sollte dieses Fahrzeug nicht fehlen.
CoMod JoergW
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Testbericht von CoMod Lotus zum Carrera Evo/D132 Morgan Aeromax
(27293 u. 30470/30471)
Der Brite mit dem bayerischen Herz!
Retrostyle ist in! Bestes Beispiel sind Neuinterpretationen bekannter/beliebter Klassiker wie des MINI von Rover/BMW oder des 500er von FIAT. Aber es gibt auch Autofirmen (wenn auch nur wenige), die so etwas nicht nötig haben, weil sie schon seit 70 Jahren ein und dasselbe Auto bauen und trotzdem nicht altbacken wirken. Bekanntester Vertreter dürfte die englische Autoschmiede Morgan sein, die dieses Jahr ihr einhundertstes Firmenjubiläum feiert. Und diese Marke hat unter anderem den Morgan 4/4 im Programm, der in nahezu unveränderter Form seit 1935 produziert wird. Um so größer war die Überraschung, als im Jahr 2005 auf dem Genfer Autosaloon eine Studie eines Fahrzeugs präsentiert wurde, das bei den Fans der Marke Begeisterungsstürme entfachte. Und da der durchschnittliche Morganfahrer eher konservativ ist, will das etwas heißen.
Der Aeromax basiert auf dem erst 2002 eingeführten Morgan Aero 8. Die Genfer Studie wurde für einen Freund der Familie Morgan gebaut, Prinz Eric Ioan Sturdza, den Inhaber der Banque Baring Brothers Sturdza SA. Das überwältigende Echo auf den Wagen bewog Morgan, den Wagen in einer Kleinserie von 100 Stück auf den Markt zu bringen.
Wie auch seine Vorfahren baut der Aeromax auf einen laminierten Eschenholzrahmen, die Karosserie ist aus Aluminium und handgefertigt. Der Wagen ist ein Coupé mit einem Fließheck, das in der Mittellinie eine auffallende Falzung ähnlich dem Bugatti Atalante hat, unter der geteilte Heckscheibe findet sich reichlich Stauraum. Herz des Wagen ist der 4,8 Liter messenden V8 Motor von BMW, der 367 PS leistet (bei einem Leergewicht von nur 1150 kg).
Wenn man sich diese Werte ansieht, hat CARRERA den AEROMAX sehr vorbildgetreu umgesetzt. Das Modell wiegt nämlich inklusive Magneten nur 84 Gramm und ist damit das leichteste Auto im EVOLUTION bzw DIGITAG 132-Sortiment. Damit fährt sich der Morgan sehr flott und leichtfüßig. Das neue Fahrwerk ist eine spürbare Verbesserung: die Einzelradaufhängung vorne erlaubt eine Platzierung des Leitkiels zwischen der Vorderachse, der Leitkiel selber ist sehr leichtgängig. Außerdem wirkt das neue Fahrwerk nicht mehr so "blockhaft" wie zB. beim Manta oder dem GTi.
Die Karosserie selber gibt es in british-racing-green oder in anthrazit, mir persönlich gefällt der Graue besser. Außerdem hat der Wagen noch ein besonderes Gimmick: Der Fahrer raucht Pfeife! Das Vorbild dafür soll ja in CARRERA-Kreisen kein Unbekannter sein.
Leider hat der Wagen kein Licht, aber das wird man verschmerzen können, mich stört mehr der fehlende Doppelauspuff. Wobei der den ersten Abflug wahrscheinlich nicht überlebt hätte, weswegen er auch am Modell nicht zu finden ist.
Fazit:
Ein wirklich nicht alltägliches Auto, das CARRERA da auf die Piste gebracht hat. Aber dafür umso interessanter!
CoMod Lotus